Warum verwendet Firewall AI einen VPN-Dienst und kann nicht mit anderen VPN-Apps betrieben werden?
Firewall AI nutzt auf Android einen internen VPN-Dienst, damit die App den gesamten Datenverkehr Deines Geräts lokal weiterleiten, überwachen, blockieren und gezielt freigeben kann. Protectstar beschreibt diesen internen VPN-Dienst ausdrücklich als lokalen Sicherheitsmechanismus, der als Proxy zwischen Apps und ihren Verbindungsservern arbeitet.
Wichtig ist dabei der Unterschied zu einem klassischen VPN: Der interne Dienst von Firewall AI ist kein herkömmliches VPN, das eine verschlüsselte Verbindung zu einem externen VPN-Server aufbaut oder Deine IP-Adresse für Geoblocking oder Anonymisierung ersetzt. Protectstar sagt dazu ausdrücklich, dass Firewall AI keine Verbindung zu externen VPN-Servern herstellt, sondern ausschließlich lokal als Schutzschicht auf dem Gerät arbeitet.
Genau dieser Ansatz macht die Firewall technisch stark: Laut Produktseite routet Firewall AI den Datenverkehr über einen dedizierten VPN-Zugangspunkt, damit Verbindungen sichtbar werden und die App sie nach Regeln, Filterlisten und Sicherheitslogik kontrollieren kann. Das ist die Grundlage dafür, dass Firewall AI unerwünschte ausgehende Verbindungen, verdächtige Kommunikation und andere riskante Netzaktivitäten blockieren kann.
Warum kann Firewall AI dann nicht parallel zu einem anderen VPN laufen? Auch hier ist Android der entscheidende Faktor: Pro Nutzer oder Profil gibt es laut Android Developers nur einen aktiven VPN-Dienst, und das Starten eines neuen VPN-Dienstes beendet den bestehenden. Deshalb kann Firewall AI nicht gleichzeitig mit anderen VPN-Apps betrieben werden. Protectstar nennt dafür ausdrücklich Beispiele wie NordVPN, Mullvad oder IVPN.
Kurz gesagt: Firewall AI nutzt den Android-VPN-Mechanismus nicht, um Dich auf einen fremden VPN-Server zu verbinden, sondern um Deinen gesamten Datenverkehr lokal zu kontrollieren und zu schützen. Genau deshalb ist dieser interne VPN-Dienst technisch notwendig — und genau deshalb blockiert Android den gleichzeitigen Betrieb mit einer zweiten VPN-App.


